FAQ - Fragen und Antworten

Was machen unsere Unternehmen eigentlich? Was ist grabenlose Kanalsanierung? Wie nachhaltig ist diese Form der Sanierung von Abwasserleitungen? Auf dieser Seite haben wir alle FAQ-Listen unseres Internetangebots zusammengestellt – auch zum Thema Inhouse-Rohrleitungssanierung. Sie haben weitere Fragen? Senden Sie uns diese über das Kontaktformular am unteren Ende der Seite.

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Fragen und Antworten zur Kanalsanierung im öffentlichen Raum

Was versteht man unter Kanalsanierung?

Wenn in Städten und Gemeinden eine Kanalsanierung angekündigt wird, ist damit in der Regel die Erneuerung oder Renovierung von Abwasserkanälen gemeint. Entweder geschieht dies durch das Neuverlegen von Rohren - inklusive  Aufbaggern der darüber befindlichen Oberflächen bzw. Straßen - oder durch moderne, grabenlose Renovierungsverfahren.

Die gängigste Sanierungsmethode in Deutschland ist das Schlauchlining. In der englischen Sprache wird es als CIPP bezeichnet. Die Abkürzung steht für cured in place pipe, also vor Ort härtendes Rohr. Das beschreibt sehr gut den Produktionsprozess unter der Erde: Ein mit flüssigem Harz getränkter Schlauch aus Glas- oder Synthesefasern wird in die beschädigte Leitung eingezogen, aufgestellt und anschließend zum Beispiel mit UV-Licht gehärtet. Innerhalb weniger Stunden ist auf diese Weise ein neues, tragfähiges Rohr entstanden. Das Verfahren wurde erstmals im Jahr 1971 in London angewendet und gehört in Deutschland seit Jahrzehnten zu den gängigen Methoden.

Was ist das Inlinerverfahren oder die Inlinersanierung?

Als Inliner werden Schuhe mit Rollen bezeichnet, mit denen sich Menschen fortbewegen. Und wer vom geplanten Weg abkommt, verfährt sich schon mal. Scherz beiseite: Der Begriff wird häufig - eigentlich nicht korrekt - synonym für grabenlose Renovierungsmethoden verwendet.

Wie lange hält ein saniertes Rohr?

Moderne Sanierugnstechniken werden üblicherweise über 50 Jahre abgeschrieben. Die erwartete technische Nutzungsdauer liegt deutlich darüber. Darauf deuten Langzeit-Belastungstests im Labor hin.

Letzte Aktualisierung: 26.11.2020

Wie groß ist das Kanalnetz deutschlandweit?

Laut Daten des Statistischen Bundesamts beträgt die Gesamtlänge öffentlicher Kanalisation in Deutschland 594.334 Kilometer (Stand 2016). Damit sind 97 Prozent der Bevölkerung an die öffentliche Abwasserkanalisation abgeschlossen (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Seit 1995 ist die Kanalisation um 195.132 Kilometer gewachsen. Dies entspricht einem jährlichen Kanalwachstum von 9.200 Kilometern (Quelle: DWA).

Letzte Aktualisierung: 26.11.2020

Wie alt ist das Kanalnetz in Deutschland?

Repräsentative Umfragen des DWA und Hochrechnungen des Sta­tistischen Bundesamts ergeben: Die Kanalisation in Deutschland ist durchschnittlich 36,9 Jahre alt.

Spannend: Bei Kommunen mit weniger als 50.000 Einwohnern ist der Großteil der Kanäle unter 50 Jahre alt. Vor allem Großstädte mit mehr als 250.000 Einwohnern verfügen über ältere – teilweise mehr als 100 Jahre alte – Kanäle.

(Quelle: DWA)

Letzte Aktualisierung: 26.11.2020

Was muss passieren, damit das deutsche Kanalnetz für künftige Generationen fit ist?

Laut einer Umfrage der DWA muss der finanzielle Aufwand für Kanalsanierung und Instandhaltung erhöht werden, um langfristig den Zustand des Kanalnetzes in Deutschland zu verbessern. (Quelle: DWA).

Letzte Aktualisierung: 26.11.2020

In welchem Zustand sind die Kanäle in Deutschland?

Eine aktuelle, repräsentative DWA-Umfrage zeigt, dass sich mehr mehr als ein Viertel (27 Prozent) des deutschen Kanalnetzes in einem sehr guten Zustand befindet. Gleichzeitig sind 18 Prozent der Kanäle sanierungsbedürftig. Im Vergleich zur letzten Umfrage vor fünf Jahren hat sich die Statistik nur um einen Prozentpunkt nach oben bewegt. (Quelle: DWA)

Letzte Aktualisierung: 26.11.2020

Warum müssen Kanäle saniert werden?

Wurzeleinwuchs, Undichtheiten, statisches Versagen: Kanalrohrsysteme in Deutschland kommen zunehmend in die Jahre.

Nur selten wird der kritische Zustand auch über der Erde spürbar – nämlich dann, wenn defekte Leitungen nach heftigen Regengüssen zu Überschwemmungen, Unterspülungen und oberirdischen Einbrüchen führen. Die Folgen für Umwelt und Verkehrssicherheit sind also unübersehbar:

  • Defekte Kanalrohre verursachen Schäden im Straßenbelag und gefährden so die Verkehrssicherheit.
  • Undichte Leitungssysteme können erhebliche umweltrelevante Schäden im Erdreich anrichten. Tritt Abwasser aus defekten Leitungen aus (Exfiltration), droht die Verunreinigung des Grundwassers.
  • Auch Infiltrationen aus dem Erdreich haben Konsequenzen. Durch den Eintrag von Grund- und Schichtenwasser in Rohrleitungssysteme wird die Gesamt-Abwassermenge erhöht. Durch verdünnte Abwässer sinkt außerdem der Reinigungswirkungsgrad von Kläranlagen. Es entstehen zusätzliche Kosten für die Allgemeinheit.

In vielen deutschen Städten und Kommunen arbeiten Verantwortliche dem Sanierungsstau erfolgreich entgegen. Denn bereits seit rund einem halben Jahrhundert gibt es clevere Methoden, quasi minimalinvasiv Rohre und Schächte zu sanieren, ohne dabei die oberirdische Infrastruktur zu belasten.

Netzbetreiber in allen Teilen der Republik zählen dabei auf das langjährige Know-how der Mitgliedsunternehmen.

Was sind die häufigsten Kanalschäden?

Die DWA unterscheidet zwischen strukturellen und betrieblichen Schäden an Abwasserkanälen:

Was ist der häufigste Schaden nach baulicher Struktur?

  1. "Einragender oder schadhafter Anschluss" (27,3 Prozent)
  2. "Rissbildung" (25,7 Prozent)
  3. "Verbindung (verschobene oder einragende Dichtung)" (18,6 Prozent)
  4. "Oberflächenschäden" (13,1 Prozent)
  5. "Rohrbruch/Einsturz" (4,3 Prozent)

Was ist der häufigste Schaden nach betrieblicher Struktur?

  1. "Wurzeln" (33,7 Prozent)
  2. "Anhaftende Stoffe" (20,5 Prozent)
  3. "Infiltration" (17,7 Prozent)
  4. "Ablagerungen" (16,6 Prozent)
  5. "Andere Hindernisse" (5,5 Prozent)

(Quelle: DWA)

Letzte Aktualisierung: 26.11.2020

Wie viele Kanäle werden jährlich in Deutschland saniert?

Laut Angaben des DWA saniert die deutsche Abwasserwirtschaft jährlich rund ein Prozent des öffentlichen Kanalnetzes. Dies entspricht einer Gesamtlänge von knapp 6000 Kilometern. Etwa die Hälfte der Kanäle werden repariert - also schadhafte Stellen lokal ausgebessert. Dies geschieht über moderne Reparaturverfahren, oftmals per Roboter vom Schacht aus. Jeder zweite Kanalmeter wird renoviert - am häufigsten kommen hierbei grabenlose Technologien wie das Schlauchlining zum Einsatz. Ist das Kanalrohr zu stark geschädigt, kommen grabenlose Erneuerungsverfahren (z. B. TIP-Verfahren oder Berstlining) zum Einsatz.

Welche Sanierungsverfahren kommen in Deutschland am häufigsten zum Einsatz?

Daten des DWA zufolge erfolgt rund die Hälfte der Kanalsanierung über Reparaturverfahren (51 Prozent). An zweiter und dritter Stelle stehen Renovierungen (25 Prozent) und Erneuerungen (24 Prozent).

Im Zuge der Renovierungen kommt das Schlauchliningverfahren am häufigsten zum Einsatz.

(Quelle: DWA)

Letzte Aktualisierung: 26.11.2020

Wie schnell geht eine grabenlose Sanierung?

Je nach Rahmenbedingungen können grabenlose Sanierungsverfahren bereits nach etwa einem Tag abgeschlossen sein. Damit sind sie iedeal für akute Baumaßnahmen, bei denen oberiridisch Straßen, Fußbgängerzonen oder Parks geschont werden sollen.

Müssen Straßen gesperrt werden?

In der Regel kommt es bei Sanierungsmaßnahmen nur zu kurzzeitigen Sperrungen von Straßenabschnitten. Auch die eingeschränkte Zufahrten zu Grundstücken und kurzzeitige Halteverbote sind üblich, da die Sanierungsfahrzeuge direkt an die Schachtdeckel heranfahren, um das neue Rohr oder zum Beispiel den harzgetränkten Schlauch einzuführen.

Wie nachhaltig ist Kanalsanierung?

Die Sanierung von Abwasserleitungen ist ein wichtiger Baustein des Umwelt- und Gewässerschutzes.  Intakte Kanäle verhindern zum Einen die Exfiltration von Abwasser ins Erdreich. Was viele nicht wissen: Das Hauptproblem ist eigentlich die Infiltration. Schichten- und Grundwasser fließt in den Kanal, verdünnt das Abwasser und muss in der Kläranlage gereinigt werden. Verdünnte Abwässer haben einen schlechten Reinigungswirkungsgrad und benötigen mehr Energie.

Vielfach wird bei der Sanierung von Leitungen Kunststoff eingesetzt. Dieser zeichnet sich häufig durch eine längere Haltbarkeit aus, was letztlich die Nutzungsdauer erhöht und die Frequenz der Eingriffe ins Erdreich verringert.

Eine gewisse Skepsis wird zuweilen dem Schlauchlining entgegengebracht. Bei dieser Technologie entsteht unter der Erde ein neues Rohr im Altrohr. Bei den verwendeten Harzen handelt es sich um chlorfreie (nicht halogenierte) Kohlenwasserstoffverbindungen. Bei vollständiger Aushärtung gehen sie keine Reaktionen mit der Umwelt ein, was standardmäßig bei Sanierungsprojekten durch Laborproben überprüft wird. Die hohe erwartete Nutzungsdauer lässt zudem zudem die Recyclingfrage in den Hintergrund treten. Schlauchliner sind unproblematisch thermisch recyclebar.

Wieviel kostet die Kanalsanierung?

Der DWA vergleicht die Kosten für die jeweiligen Verfahren:

  • Reparatur aktuell durchschnittlich 82 € pro Kanalmeter
  • Renovierung durchschnittlich mit 438 € pro Kanalmeter
  • Erneuerung mit rund 1600 € pro Kanalmeter

(Quelle: DWA)

Letzte Aktualisierung: 26.11.2020

Fragen und Anworten für Grundstückseigentümer

Können Hausanschluss-Leitungen saniert werden, ohne das Erdreich aufgraben zu müssen?

Ja – die grabenlose Sanierung ist als gängige und wirtschaftlich vernünftige Methode seit vielen Jahren etabliert – auch und insbesondere im Hausanschlussbereich. Zahlreiche Verfahren stehen zur Verfügung, für die das Aufgraben von Vorgärten oder Wegen nicht notwendig ist. Neben des geringeren Aufwands und der deutlich niedrigeren Kosten ist das Prinzip der Kreislaufwirtschaft ein Argument, vorhandene Rohrleitungen nicht zu erneuern, sondern das vorhandene Rohr für die Zukunft fit zu machen.

Sie suchen ein Unternehmen in Ihrer Nähe? In unserer Unternehmenssuche finden Sie unter „Einsatzgebiet“ den Begriff Hausanschlussleitungen. Geben Sie bei „Unternehmenstyp“ das Wort „Sanierungsunternehmen“ ein. Lassen Sie sich gern beraten!

Warum ist es für eine Kommune wichtig, dass Hausanschlüsse saniert werden?

Der Eintrag von Fremdwasser durch Grundstücksentwässerungsanlagen in die öffentliche Kanalisation ist ein zunehmendes Problem in vielen Kommunen. Insbesondere bei Starkregenereignissen kommen Kanalisationen und Kläranlagen an ihre Grenzen. Der Grund hierfür sind oftmals Grundstücksentwässerungsanlagen, die versickertes Niederschlagswasser – oder sogar Grund- und Schichtenwasser – über das Abwassernetz teuer abfließen lassen.

Diesem Fremdwassereintrag müssen die Kommunen entgegensteuern, da sonst die Allgemeinheit die Gebühren zu schultern hat.

Inzwischen haben zahlreiche Kommunen die Initiative ergriffen und unterstützen Grundstückseigentümer bei der Sanierung auf privatem Grund mit der Expertise als Netzbetreiber.

Bekanntestes Beispiel dafür, dass ein hoher Sanierungsgrad bei privaten Grundstücksentwässerungsanlagen erreicht werden kann, ist die Stadt Solingen. Seit der Jahrtausendwende wird hier ein Modell angewendet, das bundesweit Beachtung findet und von anderen Städten übernommen wurde: Mit Hilfe der Kommune werden in Wohngebieten gemeinschaftlich Hausanschluss-Sanierungen mit zugelassenen Schlauchlinersystemen, qualifizierten Unternehmen und nachgewiesener Qualität beauftragt.

Wie veranlasse ich eine Dichtheitsprüfung?

Lassen Sie zuallererst ein schriftliches Angebot für eine Dichtheitsprüfung und eine Kamerabefahrung machen. Die Kosten hierfür liegen bei etwa 250 - 500 Euro, abhängig von der Rohrleitungslänge und den Zugänglichkeiten. Ein Video und eine zugehörige Verlaufsskizze der untersuchten Leitungen sollten Sie sich anschauen und einen Nachweis verlangen, dass es sich wirklich um Ihren Kanal handelt.

Auf ihrer Basis lässt sich ermitteln, ob Sanierungen nötig sind. Ist das der Fall, sollten Reinigungsarbeiten, Aufmaß/Lageplan der Rohre und Schächte, Laborprüfungen sowie schriftliche und Video-Dokumentation der Ergebnisse Teil der Leistungen sein. Je nach Lage des Hauses, Länge des Kanals und Zugänglichkeit zum Grundstück können die Kosten erheblich variieren.

Wie sicher sind grabenlose Sanierungsmethoden auf privaten Grundstücken?

Es bestehen eine Reihe von Systemen am Markt, die für die Anforderungen im Bereich der Grundstücksentwässerungsanlagen entwickelt und vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) zugelassen wurden.  Mit einer solchen bauaufsichtlichen Zulassung sind strenge Anforderungen verbunden.

Eine Liste der aktuell zugelassenen Systeme finden Sie hier.

Können auch Hausanschlussleitungen mit Bögen grabenlos saniert werden?

Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) erteilt seit fast 15 Jahren bauaufsichtliche Zulassungen für Systeme zur Sanierung erdverlegter Abwasserleitungen im Nennweitenbereich ab DN 100, die im Hausanschlussbereich eingesetzt werden können. Hierzu gehören auch Systeme, die für Bögen bis zu 90 Grad und bei Dimensionswechseln eingesetzt werden können.

Apropos Inliner-Sanierung – Worin unterscheiden sich Hausanschlüsse von öffentlichen Kanälen?

Das vor Ort härtende Schlauchlining gehört zu den Technologien, die seit fast 40 Jahren in Deutschland zur Sanierung von öffentlichen Abwasserleitungen im Einsatz sind. Darüber hinaus existiert eine Reihe von Reparaturverfahren, die sich etabliert haben.

Die Anforderungen, die an Systeme zur Hausanschlusssanierung gestellt werden, unterscheiden sich von jenen, die an die Sanierung von Kanälen gestellt werden. Bögen, Dimensionswechsel und die geringen Nennweiten erfordern eine besondere Flexibilität und Anforderungen an die verwendeten Materialien. Bögen sind typisch bei Hausanschlüssen und keine Besonderheit der im vorliegenden Fall betroffenen Grundstücksentwässerungsanlagen.

Übrigens: Das Wort „Inliner“-Sanierung wird zwar oft verwendet, ist aber nicht ganz richtig. Wenn von vor Ort härtenden Systemen die Rede ist, spricht man vom Schlauchlining.

Was ist der Unterschied zwischen einem Inliner und einem Kurzliner?

Zwei ähnlich klingende Begriffe – aber völlig unterschiedliche Technologien. Mit dem Wort Inliner wird gemeinhin die Technologie des Schlauchlinings beschrieben – es entsteht im alten Rohr ein neues, tragfähiges und langlebiges Rohr. Für die Zulassung beim Deutschen Institut für Bautechnik müssen die Verfahren über Langzeitversuche und Prüfungen zur chemischen Beständigkeit nachweisen, dass sie eine Nutzungsdauer von mindestens 50 Jahren erreichen.

Kurzliner gehören zu den sogenannten Reparaturverfahren, bei denen punktuell Schäden ausgebessert werden. Die Verfahren sind in der Regel für eine Nutzungsdauer von 2 bis 20 Jahren ausgelegt und benötigen entsprechend geringere Prüfungsnachweise bei der Beantragung von Zulassungen.

Im Hausanschlussbereich werden immer wieder von Firmen Kurzliner als Alternative zu einer Inliner-Sanierung angeboten. Unternehmen empfehlen dann, mehrere Kurzliner hintereinander zu setzen und es werden Nutzungsdauern von 30 Jahren versprochen. Dies hat damit zu tun, dass das Unternehmen nicht über die entsprechende Ausstattung für zugelassene Renovierungsverfahren (Schlauchliner) verfügt. Wenden Sie sich an qualifizierte Unternehmen.

Woran erkennen wir ein vertrauenswürdiges Sanierungsunternehmen?

Es existiert ein dichtes Netz von Dienstleistern, die sich auf die Installation dieser Hausanschluss-Liner spezialisiert haben. Auch in unserem Verband gibt es zahlreiche Unternehmen, die ihre Qualifikation nachgewiesen haben – zum Beispiel durch das RAL-Gütezeichen Grundstücksentwässerung. Dort müssen sie sich einer regelmäßigen Qualitätsüberwachung unterziehen.

Mehr dazu hier: https://www.ral-grundstuecksentwaesserung.de

Was sind sogenannte „Kanalhaie“?

Sogenannte „Kanalhaie“ sind unlautere Firmen, die Hausbesitzern, Liegenschaftsverwaltern und Gewerbetreibenden mit unlauteren Methoden unter Druck setzen, Leistungen nicht fachgerecht ausführen und überteuerte Rechnungen stellen.

Ihre Maschen:

  • Drohende Geldbußen, weil eine gesetzliche Frist angeblich bald abläuft
  • Bilder von dramatisch aussehenden oberflächlichen Schäden, die angeblich in einem ähnlich alten Haus in der gleichen Stadt gefunden wurden
  • Bei Fragen nach Referenzen oder Zertifikaten: Ablenkung oder Einschüchterung
  • Phantom-Ortsansässigkeit: Aufkaufen der ersten Suchmaschinen-Positionen für „Rohrreinigung in Stadt XY“, selbst wenn gar nicht dort ansässig
  • Stolperfallen im Kleingedruckten, die z. B. keine Gewähr für Erfolg übernehmen
Gibt es Schadensbilder, bei denen keine grabenlose Sanierung (Schlauchlining) mehr möglich ist?

Eine der charakteristischen Eigenschaften des Schlauchlinings ist die Schaffung eines neuen statisch tragfähigen Rohres unter der Erde. Das Altrohr dient dabei als Formgeber und Bettung.

In der Schadensbeurteilung ist der Altrohrzustand ein wichtiges Kriterium dafür, ob bei einer Rohrleitung Reparatur- oder Renovierungsverfahren zum Einsatz kommen können. Die Schadensarten werden in der DIN 13508-2 definiert. Der tatsächliche Schaden wird in der Regel über eine Kamerauntersuchung erfasst und vom Experten im Einzelfall beurteilt.

Eine allgemeine Auflistung von Schadenskategorien ist an dieser Stelle deshalb nur als Richtschnur zu sehen. In den baufachlichen Richtlinien Abwasser, herausgegeben vom Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat sowie vom Bundesministerium der Verteidigung, werden für das vor Ort härtende Schlauchlining in nicht begehbaren Kanälen ab einer Nennweite von DN 100 folgende Kriterien genannt (Quelle):

Schadensart gemäß DIN 13508-2

Vor Ort härtendes Schlauchlining

Verformung

anwendbar

Rissbildung in Längsrichtung

besonders empfehlenswert

Rissbildung am Rohrumfang

besonders empfehlenswert

Rohrbruch

besonders empfehlenswert

Einsturz

nicht geeignet

Oberflächenschaden durch mech. Beschädigung

besonders empfehlenswert

Oberflächenschaden durch Korrosion

besonders empfehlenswert

Einragender / schadhafter Anschluss

nicht geeignet

Einragendes Dichtungsmaterial

besonders empfehlenswert

Verschobene Verbindung

besonders empfehlenswert

Schadhafte Innenauskleidung

anwendbar

In-/Exfiltration (sichtbare Undichtigkeit)

besonders empfehlenswert

Gemäß dieser Tabelle ist die Sanierung mit Hilfe von Vor Ort härtendem Schlauchlining nur bei Einsturz und bei einem einragenden / schadhaften Anschluss nicht geeignet. Bei Rohrbruch, Oberflächenschaden („Abplatzungen“) durch mechanische Beschädigung und Rissbildungen sowie verschobenen Verbindungen ist das Verfahren als „besonders empfehlenswert“ bezeichnet. „Wurzeleinwuchs“ – gemeinhin Folge mechanischer Beschädigungen und Rissbildungen – wird im Vorfeld einer Sanierung mit Hilfe von Fräsarbeiten beseitigt.

Wie erfahre ich, ob eine Sanierung erfolgreich war?

Die Kamerabefahrung geört zu den Standardleistungen eines Unternehmens, das in der Sanierung von Hausanschlussleitungen tätig ist. Neben dem Dichtheitsnachweis gehört sie zu den wichtigsten Belegen für eine nachhaltig erfolgreiche Instandhaltung.

Zusätzlich hat sich eine Prüfmethode etabliert, die anhand eines kleinen Probestücks nachweist, dass der verwendete Kunststoff gehärtet ist. Diese Prüfmethode wurde speziell für Hausanschluss-Liner entwickelt.

Die hierbei verwendete Dynamische Differenz-Kalorimetrie (auch als DDK-Analyse oder auch DSC-Analyse bekannt) wurde 2009 erstmals in die Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen (ZTV) der süddeutschen Kommunen aufgenommen, die wenig später in die bundesweite ZTV Materialprüfung übergegangen ist. Seit Mai 2014 ist sie Bestandteil des Merkblatts DWA-A-143 Teil 3.

In welcher Form müssen Grundstückseigentümer nachweisen, dass ihr renovierter Hausanschluss dicht ist?

Die Dichtheit von renovierten Abwasserleitungen muss grundsätzlich gemäß DIN 1986-30 durch eine Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1610 nachgewiesen werden. Das Ergebnis der Dichtheitsprüfung ist eindeutig in einem Protokoll zu dokumentieren und dem Auftraggeber – im privaten Bereich dem Hauseigentümer – zu übergeben. In dieses Protokoll gehören neben der Darstellung der Prüfung Angaben zur Leitung, Datum, Prüfmethode sowie Name und Unterschrift des Prüfers. Eine Auskunft zu dieser Frage erhalten Sie auch bei Ihrer Kommune. Welche Prüfpflichten und Fristen in den einzelnen Bundesländern gelten, erfahren Sie hier.

Fragen und Antworten zur Inhouse-Sanierung

Abwasserleitungen sanieren, ohne Wände aufzubrechen - wie zuverlässig sind die Systeme?

Seit vielen Jahren sind DIBt-zugelassene Systeme auf dem Markt, mit denen Fallstrangleitungen zuverlässig instand gehalten werden können, ohne eine Wand aufbrechen zu müssen. Die Technik des sogenannten Schlauchlinings, bei dem ein Rohr im Rohr entsteht, wird weltweit und in Deutschland in Privat- und Gewerbeimmobilien angewendet. Außerdem gibt es Verfahren, bei denen der Kunststoff über ein Sprühsystem flüssig aufgebracht wird und innerhalb von Minuten aushärtet.

Verringert sich durch eine Sanierung der Leitungsquerschnitt?

Der Leitungsquerschnitt verringert sich nur um wenige Millimeter. Beeinträchtigungen resultieren in der Regel daraus nicht. Übrigens: Durch den zusätzlichen Wandaufbau wird bei Fallleitungen eine bessere Schalldämmung erreicht.

In welchen Gebäuden kommen Sanierungsverfahren zum Einsatz?

Egal ob in Wohngebäuden, Krankenhäusern, Hotels, Schulen, öffentlichen Verwaltungen oder Gewerbeimmobilien - die Sanierung von innerhäuslichen Abwasserleitungen ist überall möglich. Das Material der Leitung und die Art des Abwassers kann eine Rolle bei der Wahl der Verfahren spielen.

Wie wird die Qualität innerhäuslicher Sanierungssysteme gewährleistet?

Der Rohrleitungssanierungsverband e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Qualität bei der Sanierung von innerhäuslichen Rohrleitungen in den Blick zu nehmen. In einem Arbeitskreis aus Ingenieuren, Systemherstellern und Anwendern ist ein Merkblatt h entstanden, das als erstes seiner Art auf dem Markt verfügbar ist. Es gibt Auftraggebern die Möglichkeit, das geeignete Verfahren für die jeweiligen Rahmenbedingungen zu finden und Ausschreibungen entsprechend zu gestalten.

Wo findet man zuverlässige Dienstleister?

Bei uns. In unserer Unternehmenssuche finden Sie Mitgliedsunternehmen, die unsere Anforderungen erfüllen. Wir achten bei unseren Mitgliedern darauf, dass sie über Qualifizierungsnachweise verfügen und zugelassene Systeme verwenden.

Wo bekomme ich unabhängige Informationen zu innerhäuslichen Sanierungsverfahren?

Laden Sie sich unser Merkblatt herunter und wenden Sie sich gern mit Detailfragen an uns. Wir vermitteln dann gern Experten in Ihrer Nähe.

Fragen und Antworten zu Renovierungsverfahren

Wann spricht man von Renovierung bei Rohrleitungen?

Die Renovierung ist - neben der Reparatur und der Erneuerung - eine wichtige Unterkategorie der Sanierung. Deshalb wird häufig der Begriff Sanierung verwendet, wenn man eigentlich Renovierung meint. Worin besteht also der Unterschied? Renoviert wird wird Immer dann, wenn eine Reparatur von Einzelschäden nicht ausreicht und die Erneuerung nicht in Frage kommt - meistens weil darüber stehende Bäume, Straßen und Gebäude geschützt werden müssen. Die Renovierung meint das Einsetzen eines Rohres in das Altrohr - und zwar über die Länge eines Leitungsstranges, zum Beispiel von Schacht zu Schacht.

Wie gängig ist die Renovierung von Abwasserleitungen in Deutschland?

In Deutschland wird nach aktuellen Erhebungen jede zweite Leitung repariert und jede vierte Leitung renoviert. Erneuert wird wird durch "offene Bauweise" nur noch 18,5 Prozent der Rohre, zum Beispiel, wenn ohnehin eine darüber liegende Straße erneuert werden muss. Das Einsetzen von neuen Rohren geht übrigens inzwischen auch "in geschlossener Bauweise" - dieser Anteil liegt bei knapp 6 Prozent. Mehr dazu hier.

Wie werden unterirdische Abwasserleitungen renoviert?

Die gängigste Methode in Deutschland ist das Schlauchlining. In der englischen Sprache wird es als CIPP bezeichnet. Die Abkürzung steht für cured in place pipe, also vor Ort härtendes Rohr. Das beschreibt sehr gut den Produktionsprozess unter der Erde: Ein mit flüssigem Harz getränkter Schlauch aus Glas- oder Synthesefasern wird in die beschädigte Leitung eingezogen, aufgestellt und anschließend zum Beispiel mit UV-Licht gehärtet. Innerhalb weniger Stunden ist auf diese Weise ein neues, tragfähiges Rohr entstanden.Das Verfahren wurde erstmals im Jahr 1971 in London angewendet und gehört in Deutschland seit Jahrzehnten zu den gängigen Methoden.

Was versteht man unter "geschlossene Bauweise"?

Im Gegensatz zur "offenen Bauweise", in der Rohre in einer gebaggerten Baugrube verlegt werden, werden in der "geschlossenen Bauweise" neue Rohre unterirdisch eingesetzt, ohne das Erdreich oder Straßen aufzugraben. Beim so genannten "Schlauchlining" – oft als Inliner-Verfahren bezeichnet – entsteht ein neues Rohr im Rohr sogar erst unter der Erde.

Was ist das Inlinerverfahren oder die Inlinersanierung?

Als Inliner werden Schuhe mit Rollen bezeichnet, mit denen sich Menschen fortbewegen. Und wer vom geplanten Weg abkommt, verfährt sich schon mal. Scherz beiseite: Der Begriff wird häufig - eigentlich nicht korrekt - synonym für grabenlose Renovierungsmethoden verwendet.

Wie teuer ist eine Renovierung im Vergleich zur Erneuerung oder zur Reparatur?

Während für die Reparatur aktuell durchschnittlich 82 € pro Kanalmeter anfallen, schlägt die Renovierung durchschnittlich mit 438 € je Kanalmeter zu Buche. Eine völlig andere Größenordnung erreicht die Erneuerung mit rund 1600 €/m. Quelle: DWA

Wie funktioniert Schlauchlining?

Das Schlauchlining ist die gängigste Renovierungsmethode bei Abwasserkanälen in Deutschland. Die Installation eines Schlauchliners ist vergleichbar mit einem Stent, der bei Herz-Operationen eingesetzt wird. Ein mit flüssigem Spezialharz getränkter Glasfaser- oder Gewebeschlauch wird unterirdisch in das Altrohr gezogen – mit einer Seilwinde, von einem Schacht zum anderen. Im Anschluss wird er mit Druckluft aufgestellt und an die Rohrwand gepresst. Mit UV-Licht, Warmwasser oder heißem Dampf wird das flüssige Harz zu einem festen Kunststoff ausgehärtet. Es entsteht unter der Erde ein fertiges, tragendes neues Rohr.

Das Verfahren wird weltweit seit 50 Jahren genutzt. Man geht davon aus, dass die zu erwartende Nutzungsdauer aber deutlich darüber liegt.

Ein solches, neu entstandenes Kunststoffrohr hat gegenüber den bisher verbauten Beton- oder Steinzeugrohren unseres Kanalnetzes deutliche Vorteile: Zum Einen kommen äußerst hochwertige ECR-Glasfasern und Harze zum Einsatz, die äußerst widerstandsfähig sind. Zum Anderen gibt es keine Muffen oder Verbindungsstücke, die als neuralgische Punkte bei Kanalrohren gelten und durch Wurzelwerk und statische Belastung gelten.

 

Wie häufig wird Schlauchlining eingesetzt?

Laut einer DWA-Umfrage ist das Schlauchlining das häufigste Verfahren bei Renovierungen. (Quelle: DWA)

Letzte Aktualisierung: 26.11.2020

Wie nachhaltig ist die Sanierung von Rohrleitungen?

Grundsätzlich ist die Renovation von Rohrleitungen an sich nachhaltig. Denn ein defektes Rohr wird erhalten und weitergenutzt - das Prinzip der  Kreislaufwirtschaft wird also erfüllt.

Dass bei der Rohrleitungssanierung Kunststoffe zum Einsatz kommen, hat mit der geforderten Nutzungsdauer, Zuverlässigkeit und Sicherheit zu tun. Gegenüber anderen Rohrmaterialien haben Hochleistungskunststoffe viele Vorteile.

Generell handelt es sich bei den in der Sanierung verwendeten Harzen um chlorfreie (nicht halogenierte) Kohlenwasserstoffverbindungen. Bei vollständiger Härtung gehen sie keine Reaktionen mit der Umwelt ein, was standardmäßig bei Sanierungsprojekten durch Laborproben überprüft wird. Die hohe erwartete Nutzungsdauer lässt die Recyclingfrage in den Hintergrund treten.

Und auch dass muss erwähnt werden: Wenn Schlauchliner irgendwann einmal entfernt oder ausgetauscht werden müssen, lassen sich thermisch recyclen. Der für die Produktion eingesetzte Brennstoff wird damit wieder optimal verwertet.

Immer wieder werden Bedenken geäußert, dass beim Schlauchlining schädliche Lösungsmittel zum Einsatz kommen. Bekannt ist das Styrol - ein Kohlenwasserstoff, der insbesondere für die Härtungsreaktion von UP- und VE-Harzen verwendet wird. Der Stoff macht sich durch seinen intensiven Geruch schon in kleinsten Konzentrationen bermerkbar. In der Kläranlage wird er - sollte er nach einer Sanierung in geringen Konzentrationen auftauchen - durch Bakterien "vernascht". Was viele nicht wissen: Styrol ist ein Stoff, der auch in der Natur vorkommt. Mehr dazu in diesem Artikel. 

Letzte Aktualisierung: 11.05.2021

Warum kann es bei Sanierungsmaßnahmen zu Geruchsbelästigung kommen?

Bei der Härtungsreaktion von Kunststoffen kommt oftmals Styrol zum Einsatz - dies ist auch bei vielen Alltagsprodukten der Fall. Der Stoff macht sich in der Reaktion - zum Beispiel im Schlauchlining - durch einen deutlichen Geruch bemerkbar. Grundsätzlich ist Styrol ein in der Natur vorkommender Stoff - mehr dazu in diesem Artikel.

Konkret wird Styrol als reaktives Lösungsmittel bei der Vernetzung von ungesättigten Polyesterharzen (UP) sowie bei Vinylesterharzen (VE) verwendet. Durch die Reaktion entsteht zwischen dem Styrol-Momomer und dem UP- oder VE-Monomer eine Verbindung - ein Duromer. Dieses bildet dann im Schlauchlining  zusammen mit dem Trägermaterial die Basis für ein statisch tragendes Bauprodukt mit den gewünschten mechanischen Eigenschaften.

Styrol ist seit vielen Jahrzehnten Bestandteil wissenschaftlicher arbeitsmedizinischer Untersuchungen - etwa bei Arbeitern in Werken, in denen Kunststoffprodukte hergestellt werden. Beim Menschen wird Styrol relativ schnell aus dem Körper ausgeschieden, hauptsächlich über den Urin. Es gibt jedoch einige Hinweise auf eine geringe Biopersistenz im menschlichen Fettgewebe bei wiederholter täglicher Exposition. Aus Studien an Mäusen gibt es Hinweise darauf, dass Styrol auch nach einmaliger oder wiederholter Inhalationsexposition schnell aus dem Blut eliminiert wird. Quelle

Um auf jeden Fall jegliches Risiko auszuschließen bestehen  europaweit Grenzwerte für die Exposition mit Styrol am Arbeitsplatz. Es gilt die Empfehlung, ein Einatmen von Styroldämpfen zu vermeiden.  Die Grenzwerte, die für die Exposition mit Styrol derzeit gelten, sind seit Jahren abgesenkt worden. Quelle

Der Reststyrolanteil lässt sich über entsprechende Messungen an Baustellenproben im Labor ermitteln. In wieweit Reststyrolgehalte aus Sanierungsprojekten im Abwasser in der Kläranlage nachweisbar sind, ist derzeit nicht bekannt und könnte Bestandteil weiterer wissenschaftlicher Forschung sein. 

Fragen und Antworten zum RSV

Wo finden wir ein qualifiziertes Unternehmen in der Kanalsanierung?

Der RSV möchte Auftraggeber dabei unterstützen, qualifizierte Dienstleister aus der Rohrleitungssanierungsbranche zu finden. Hierfür bieten wir eine Mitgliedersuche an, in der Netzbetreiber, kommunale Auftraggeber oder Liegenschaftsverantwortliche fündig werden. Dass nicht alle Firmen dort angezeigt werden, hat zwei Gründe:

  • Nicht alle Unternehmen, die im Bereich der Sanierung arbeiten, sind Mitglied im RSV wobei wir aktiv daran arbeiten, alle in Frage kommenden Firmen aufzunehmen. Geben Sie uns gern einen Hinweis, wenn Sie uns ein Unternehmen als Mitglied empfehlen!
  • Nicht alle Unternehmen können Mitglied im RSV werden. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist ein Qualitätsnachweis (z. B. Güteschutz Kanalbau, anerkannte Qualitätssiegel, Akkreditierung als Prüflabor).

Bitte beachten Sie: Aus technischen Gründen ist in der Mitgliedersuche derzeit keine Umkreissuche möglich. Außerdem werden Ergebnisse ausschließlich alphabetisch sortiert angezeigt.

Können wir Ausschreibungen an den RSV weiterleiten?

Das wäre möglich, aber wir möchten Sie bitten, direkt Kontakt zu potenziellen Mitgliedsunternehmen aufzunehmen. Diese finden Sie in unserer Unternehmenssuche. Eine pauschale Weiterleitung von Ausschreibungen an die Mitgliedschaft können wir nicht vornehmen.

Wo finden wir Hilfe für korrekte Ausschreibungen?

Technische Merkblätter finden Sie unter dem Stichwort "Know-how" auf unserer Seite. In unserer Mitgliedersuche werden Ihnen aber auch Ingenieurbüros angezeigt, die sich auf die Kanalsanierung spezialisiert haben und Ihnen in Ihrer Nähe zur Seite stehen. Auf der Seite Richtlinien für die Vergabe informieren wir darüber, welche Voraussetzungen zur Tariftreue seitens der Auftragnehmer erfüllt werden müssen - und wie Auftraggaber auf "Nummer sicher" gehen können. Für Auftraggeber von Schlauchlining-Maßnahmen haben wir noch Hinweise zur Materialprüfung, die von Interesse sein könnten.

Wir haben ein interessantes Angebot erhalten. Hilft der RSV bei einer Bewertung?

Preiseinschätzungen zu konkreten Angeboten nehmen wir nicht vor - gern geben wir aber eine Rückmeldung zu grundsätzlichen technischen Fragen und möglicherweise zweifelhaften Angeboten. Leider gibt es im Bereich der Kanalsanierung immer wieder schwarze Schafe, die das Vertrauen von Auftraggebern missbrauchen. Gemäß der Satzung des RSV können nur Firmen Mitglieder sein, die sich an die geltenden Bestimmungen halten und das Ansehen der Branche nicht in Misskredit bringen.

Ein Unternehmen gibt sich als RSV-Mitglied aus, ist aber nicht auf der RSV-Seite gelistet.

Hinweise dieser Art erhalten wir von Zeit zu Zeit. Gern prüfen wir für Sie, ob eine Mitgliedschaft besteht oder gegebenenfalls in der Vergangenheit bestanden hat. Sollten Firmen auf Ihrer Website mit der Mitgliedschaft im RSV werben, die nicht Mitglied sind und es auch aufgrund fehlender Qulaitätsnachweise nicht werden könnten, behalten wir uns rechtliche Schritte vor.

Können wir beim RSV eine telefonische Anfrage stellen?

Wenden Sie sich gern an uns. Die Geschäftsstelle ist an Werktagen von 9 bis 16 Uhr besetzt (Telefon: 040 / 210 74 167). Gern nehmen wir natürlich Ihre E-Mail entgegen.

Sie haben weitere Fragen? Teilen Sie uns diese mit!

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