Hinweise zur Materialprüfung im Schlauchlining

Im Bereich der grabenlosen Sanierung mit vor Ort härtenden Reaktionsharzen (Schlauchlining) wird gemäß Arbeitsblatt DWA-A 143-3 je Einbauabschnitt eine  Materialprobe entnommen und geprüft. Dies dient dem Nachweis des Sanierungserfolges . Hierfür gibt es in Deutschland spezialisierte Prüflabore.

Die im RSV gelisteten akkreditierten Prüflabore finden Sie hier.

Welche Anforderungen gelten für Prüflabore?

Im Merklblatt DWA-A 144-3 sind Erläuterungen zur Fachkunde des Labors hinterlegt. Mindestanforderung ist die Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025 für sämtliche beauftragte Materialprüfungen und damit zusammenhängender national und international gültiger Normen.

Auftraggeber müssen Nachweis einholen

Der Besitz der Akkreditierung wird laut DWA-A 144-3 (Anhang B, Punkt 2) durch den Auftraggeber überprüft. Dies bedeutet konkret: Fordern Sie unbedingt die Anlage zur Akkreditierungsurkunde an. Dort sind die jeweiligen Prüfungen und Normen aufgeführt, für die das Labor akkreditiert ist. Eine grundsätzliche Akkreditierung als Labor gibt es hingegen nicht. Der Nachweis muss immer für jede einzelne Prüfung erbracht werden, was dann aus der Anlage zur Akkreditierungsurkunde hervorgeht.

Warum die Akkreditierung von Bedeutung ist:

Die Akkreditierung bei der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAKKS) weist nach, dass Prüfungen normgerecht und gemäß den Vorgaben durchgeführt werden. Überwacht und geprüft wird dies regelmäßig durch eine unabhängige Stelle. Unter anderem werden die Qualifikationen der ausführenden Prüfer, sowie die Rahmenbedingungen kontrolliert (z. B. klimatisiertes Labor, regelmäßig kalibrierte Prüfeinrichtungen). 

Kommt es im Nachhinein zu Rechtsstreitigkeiten, werden die von einem nicht akkreditierten Prüflabor vorgenommenen Prüfungen in der Regel nicht anerkannt.