Schlauchlining

Hier sammeln wir für Sie alles Wissenswerte rund um die grabenlose Renovierung über das Schlauchliningverfahren, eines der meistgenutzten Renovierungsverfahren. Neben FAQs finden Sie hier auch Merkblätter.

Fragen und Antworten zum Thema Schlauchlining

Wie nachhaltig ist Schlauchlining?

Schlauchliner sind unproblematisch thermisch recyclebar.

Generell handelt es sich bei den in der Sanierung verwendeten Harzen um chlorfreie (nicht halogenierte) Kohlenwasserstoffverbindungen. Bei vollständiger Aushärtung gehen sie keine Reaktionen mit der Umwelt ein, was standardmäßig bei Sanierungsprojekten durch Laborproben überprüft wird. Die hohe erwartete Nutzungsdauer lässt die Recyclingfrage in den Hintergrund treten.

Letzte Aktualisierung: 26.11.2020

Was versteht man unter "geschlossene Bauweise"?

Im Gegensatz zur "offenen Bauweise", in der Rohre in einer gebaggerten Baugrube verlegt werden, werden in der "geschlossenen Bauweise" neue Rohre unterirdisch eingesetzt, ohne das Erdreich oder Straßen aufzugraben. Beim so genannten "Schlauchlining" – oft als Inliner-Verfahren bezeichnet – entsteht ein neues Rohr im Rohr sogar erst unter der Erde.

Wie funktioniert Schlauchlining?

Es ist vergleichbar mit einem Stent, der bei Herz-Operationen eingesetzt wird. Ein mit flüssigem Spezialharz getränkter Gewebeschlauch wird unterirdisch in das Altrohr gezogen – mit einer Seilwinde, von einem Schacht zum anderen. Im Anschluss wird er mit Druckluft aufgestellt und an die Rohrwand gepresst. Mit UV-Licht, Warmwasser oder heißem Dampf wird das flüssige Harz zu einem festen Kunststoff ausgehärtet.

Wie häufig wird Schlauchlining eingesetzt?

Laut einer DWA-Umfrage ist das Schlauchlining das häufigste Verfahren bei Renovierungen. (Quelle: DWA)

Letzte Aktualisierung: 26.11.2020

Renovierung von drucklosen Abwasserkanälen und Rohrleitungen mit vor Ort härtendem Schlauchlining

Das RSV-Merkblatt 1 wurde im Februar 2000 als erstes RSV-Merkblatt veröffentlicht.

Es werden die grundlegenden Normen zur Schlauchliningtechnologie genannt und die Anforderungen hinsichtlich der Verfahren, ihrer Ausführung und Gütesicherung detailliert beschrieben. Das Merkblatt findet dadurch Anwendung als Grundlage bei Planung und Ausschreibung.

Die aktuelle Auflage des Merkblattes stammt aus November 2011. Seit Ende 2018 ist der Arbeitskreis unter der Leitung von Dr. Susanne Leddig-Bahls wieder aktiv und hat sich zur Überarbeitung des Merkblattes abgestimmt, um es auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen und neuen Erkenntnissen und Qualitätsanforderungen gerecht zu werden.

Aktueller Hinweis (August 2020):

Das Merkblatt 1.1 wird der RSV voraussichtlich im Jahr 2021 als aktualisiertes Dokument herausgeben.

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Merkblatt hier herunterladen:

RSV-Merkblatt 1 _ 2011.pdf (4,1 MiB)

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Bitte addieren Sie 9 und 1.

Obfrau

Dr. Susanne Leddig-Bahls
Dr. Susanne Leddig-Bahls