RSV-News – "Alle Fragen beantwortet" - Spannender Erfahrungsaustausch mit Experten

Das Feedback zum Spezial-Erfahrungsaustausch zu "3G am Arbeitsplatz" war einstimmig positiv.

Es ging ums Impfen, ums Testen und um die neuen Dokumentationspflichten – rund 75 Minuten geballte Information fĂŒr Arbeitgeber gab's beim jĂŒngsten RSV-Erfahrungsaustausch, diesmal exklusiv nur fĂŒr RSV-Mitglieder. "Das war ein toller Termin. Alle meine Fragen, die ich hatte, wurden beantwortet" – so lautete nicht nur ein Feedback der Teilnehmer an der Spezial-Ausgabe der Online-Konferenz am Mittwoch. Die GeschĂ€ftsstelle hatte fĂŒr den Termin kurzfristig zwei Arbeitsrechts-Spezialisten gewinnen können: Dr. Michael Fausel und Patrick Loeke von der Kanzlei Bluedex aus Frankfurt am Main.

GefÀlschte Zertifikate: Im Zweifel zur Polizei gehen

Frei von Juristendeutsch, angereichert mit Erfahrungen von andern Mandanten – den knapp 20 Teilnehmern boten die beiden Referenten hochkarĂ€tige Informationen zu den neuen "3G-Regelungen" am Arbeitsplatz. Interessant waren dabei nicht nur die Antworten und VorschlĂ€ge zum 3G-Nachweis in der Betriebspraxis, sondern auch EinschĂ€tzungen zum Umgang mit möglicherweise gefĂ€lschten Zertifikaten. "Sobald Sie Zweifel haben, sind Sie in der Pflicht, dem nachzugehen. Im Zweifel lassen Sie einen Impf- oder Testnachweis gemeinsam mit dem Mitarbeiter bei der nĂ€chstgelegenen Polizeistation ĂŒberprĂŒfen. Allein die Androhung soll schon geholfen haben", so lautete etwa einer der Tipps von Rechtsanwalt Dr. Michael Fausel.

Nicht nur bei prominenten Fußballtrainern ist der Abgleich der Chargennummer im Impfpass beim Impfstoffhersteller ein empfehlenswerter Weg - das bestĂ€tigten auch die beiden Experten. Dabei sei die Rechtslage eindeutig: "Wenn nachgewiesen ist, dass es sich um eine offensichtliche FĂ€lschung handelt, ist die Bedingung fĂŒr eine fristlose KĂŒndigung erfĂŒllt. Mehr noch: FĂ€lschen ist eine Straftat. Wir empfehlen in diesem Fall, zusĂ€tzlich Strafanzeige zu stellen", erklĂ€rte Patrick Loeke, der viele Jahre als Arbeitsrichter gearbeitet hat. Es sei davon auszugehen, dass StaatsanwĂ€lte diesem Thema aktuell eine hohe PrioritĂ€t einrĂ€umen.

Homeoffice-Pflicht: Auf Kontrollen gefasst machen

Der Vortrag der RechtsanwĂ€lte bot auch wichtige Neuerungen in Bezug auf die Pflicht zum Homeoffice: "Auch wenn das Thema in Ihrer Branche auf Anhieb nicht relevant erscheint: Sie mĂŒssen auch in Ihrem Unternehmen fĂŒr jeden einzelnen Mitarbeiter nachweisen können, dass Sie ihm die Arbeit im Home-Office angeboten haben. Sofern betriebliche GrĂŒnde dagegen sprechen, mĂŒssen auch diese dokumentiert sein", so Rechtsanwalt Fausel. "Solche Dinge werden durch Behörden tatsĂ€chlich eingefordert. Es gibt auch schon Vor-Ort-Besuche durch Behörden, die sehr kurzfristig angekĂŒndigt werden".

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