Branchen-News "Bei einem Festpreis sind sie einfach platt"

Im Talk mit Markus Lanz appelliert Bauministerin Geywitz an Kommunen und Länder, Nachverhandlungen und Preisgleitklauseln zu ermöglichen.

Die Folgen des Ukraine-Krieges auf den Baubereich war gestern Thema bei "Markus Lanz" im ZDF. Mit dabei Bundesbauministerin Klara Geywitz. "Was wir jetzt auf Bundesebene machen können sind kleine Schritte", erklärte die Ministerin am Ende einer intensiven Diskussion über die Folgen für die Wirtschaft.  Sie erinnerte an den Erlass, bei Baumaßnahmen des Bundes eine Preisgleitklausel zu nutzen. "Häufig hat die Bauindustrie Festpreise mit der öffentlichen Hand verabredet - das ist ja ein großer Bauherr - und bei bei einem Festpreis sind sie einfach platt wenn die Explosionen der Preise so stark sind. Wir haben gesagt: Es ist möglich nachzuverhandeln. Ein ganz wichtiges Signal von dem ich hoffe, dass Länder und Kommunen das mitmachen."

Professorin erwartet Domino-Effekt

Zuvor hatte Professorin Lamia Messari-Becker von der Uni Siegen die Folgen der Materialknappheit aufgrund hoher Energiekosten benannt. "Es sind alle  Materialen betroffen – es geht um Glas, Stahl, Zement - es wird einen Stau geben in vielen Aktivitäten", so die Bauingenieurin. Die Industrie betreffe am Ende alle, auch beim Thema Arbeitsplätze.

Bei einer möglichen Wirtschaftstriage erwartet Messari-Becker einen Domino-Effekt: "Da müssen wir auch aufpassen was auf kommunaler Ebene passiert. Dass wir nicht die falschen Leitungen abstellen, sonst treffen wir kritische Infrastruktur". Es gehe nicht mehr um ein bisschen Verzicht, sondern um grundlegende Prozesse der Industriegesellschaft.

Hier geht es zur Sendung in der ZDF-Mediathek

Bildnachweis: ZDF-Screenshot

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