RSV-News Duisburg: Es gibt viel zu tun

Sanierungsbedarf und Fachkräftemangel – Top-Themen des RSV-Vorstandsmeetings, das bei den Wirtschaftsbetrieben Duisburg stattfand.

Sebastian Beck, Geschäftsbereichsleiter Stadtentwässerung der Wirtschaftsbetriebe Duisburg hat die Ziele klar abgesteckt. Beim Besuch des RSV-Vorstands, der seine Präsenz-Sitzungen für den direkten Kontakt mit Netzbetreibern verbindet, gab Beck einen Einblick in den Zustand der Abwasserleitungen und berichtete zugleich von den Herausforderungen, die er dabei zu wuppen hat.

"Trend geht klar in Richtung Renovierung"

Es gibt viel zu tun in Duisburg: Über 100 Kilometer öffentliche Abwasserkanäle wollen die Wirtschaftsbetriebe in den nächsten Jahren instandsetzen. ”Wir sehen einen klaren Trend vom Neubau weg in Richtung Renovierung”, so Beck. Neben den grabenlosen Sanierungsmethoden sei auch die Reparatur ein wichtiger Faktor, um unmittelbare Schäden zu beheben und damit den Betrieb der Leitungen mit Zustandsklasse 0 (sofortiger Handlungsbedarf) zu sichern.

Personal suchen, Planung optimieren

Aktuell größtes Problem sind laut Beck nicht die Mittel, sondern das Personal: Wie bei vielen anderen Netzbetreibern und Kommunen fehlen Ingenieure, um die Projekte auszuschreiben, zu planen und zu überwachen. Der Wirtschaftsbetriebe Duisburg, die sich selbst eher als großes Ingenieurbüro bezeichnen würden, setzen auf gute Jobbedingungen, wie tarifliche Absicherung im öffentlichen Dienst, Homeoffice und flexible Arbeitszeiten sowie einen modernen Arbeitsplatz. Das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt verlangt derzeit massiven Einsatz bei der Fachkräfte-Akquise – trotz sicherer Jobaussichten und einem guten Gesamtpaket. Auch die Optimierung der Ausschreibungs-, Planungs- und Bauüberwachungsprozesse nimmt Beck mit seinem Team verstärkt in den Fokus.

Ein Punkt, der den RSV-Vorstandsmitgliedern am Herzen liegt: "Wir stellen bei öffentlichen Vergabeverfahren generell fest, dass Projekte oftmals nur für kleine Strecken ausgeschrieben werden. Hier könnte man mit größeren Paketen mehr erreichen", so Volker Neubert und Benedikt Stentrup, die als ausführende Unternehmen dem RSV-Vorstand angehören.

Volles Programm bei der Vorstandssitzung

Das Thema Fachkräfte stand natürlich auch auf der Tagesordnung der RSV-Vorstandssitzung. Strategien für Grundstücksentwässerungsleitungen, die Fertigstellung von Merkblättern, die Anerkennung von Sanierungsverfahren bei AZ-Rohren, die bevorstehende Mitgliederversammlung und die politische Arbeit – der RSV-Vorstand hat eine Menge Themen "auf dem Zettel".

Wir bleiben im Gespräch – sowohl was das Beschleunigen von Ausschreibungen als auch das Thema Fachkräfte angeht – so lautete das Fazit des Treffens in Duisburg. Die Wirtschaftsbetriebe sind in Arbeitskreisen des RSV aktiv und wollen weiterhin den engen Kontakt mit dem Verband halten.

Von links: Volker Neubert (Aarsleff-Rohrsanierung), Benedikt Stentrup (Sanierungstechnik Dommel), Sebastian Beck (Wirtschaftsbetriebe Duisburg) Andreas Haacker (Siebert + Knipschild), Reinhild Haacker (RSV).

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