RSV-News Bund gibt offizielles Go für neuen Beruf

Ab 2024 gilt eine neue Ausbildungsordnung. Unter anderem gehen "Umwelttechnologen für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen" an den Start.

Mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt (Nr. 395 vom 22. Dezember 2023) ist nun auch offiziell die Ausbildungsordnung für die umwelttechnischen Berufe in Kraft getreten. Interessant wird es ab Seite 45, in dem es um den Beruf des Umwelttechnologen für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen geht. Dort sind für Arbeitgeber und Berufsschulen alle wichtigen Ziele und Prüfungsanforderungen aufgeführt.

Die Ausbildungsordnung zum Herunterladen

ausbildungsordnung-umwelttechnologe-rui.pdf (320,7 KiB)

Der KMK-Rahmenlehrplan für die UT-Berufe zum Herunterladen

UT-Berufe_23-09-29-mitEL_02.pdf (1,2 MiB)

Neu ist die Aufteilung der Prüfung in zwei Teile – anders als bisher ist auch die frühere Zwischenprüfung nun für das Abschlussergebnis relevant. In der Anlage ist der Ausbildungsrahmenplan mit den einzelnen Anforderungen und zeitlichen Richtwerten.

Mit der neuen Ausbildungsordnung wird der Sanierung in der Berufsschule ein höhere Stellenwert eingeräumt. Dafür hatte sich der RSV mit seinen Mitgliedsunternehmen eingesetzt.

Warum die Neuordnung erforderlich war

Die zunehmende Digitalisierung, der Klimawandel und sich verändernde technische Rahmenbedingungen – eine zeitgemäße Anpassung der Ausbildungsordnungen wurde seit Jahren gefordert. Von den Unternehmen aus der Kanalsanierung war immer wieder kritisiert worden, dass die Sanierung in der Ausbildungsordnung einen zu geringen Stellenwert hat. Durch das Engagement des RSV im Gremium, das die Neuordnung der umwelttechnischen Berufe beraten hat, konnte diese Lücke geschlossen werden.

Künftig wird im dritten Lehrjahr die Sanierung als Schwerpunkt eingeführt. Der RSV unterstützt die Berufsschulen mit Merkblättern, Hinweisen sowie praktischen Vorführungen, etwa an der Berufsschule Gelsenkirchen.

Gute Gründe für einen neuen Namen

Die bisherige Berufsbezeichnung "Fachkraft für Rohr-, Kanal-und Industrieservice" wird durch die neue Bezeichnung "Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen" abgelöst, um den Fokus auf die modernen Anforderungen und Tätigkeitsfelder zu unterstreichen.

Die Umbenennung zielt außerdem darauf ab, den Absolventinnen und Absolventen dieser Ausbildungsberufe einen zeitgemäßen Titel zu verleihen, der ihre Qualifikationen und Kompetenzen besser widerspiegelt. Zudem soll die Modernisierung dazu beitragen, die Attraktivität dieser Berufe für zukünftige Generationen von Fachkräften zu steigern und den Anforderungen einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt gerecht zu werden.

BIBB nutzt Fotomaterial vom RSV

Dank des Bildmaterials unserer Mitglieder hat das Bundesinstitut für Berufsbildung Fotomaterial vom RSV genutzt, um einen authentischen Einblick in die vielfältigen Tätigkeitsfelder der Umwelttechnologen zu gewährleisten.

"Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur"

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