Branchen-News – Baugewerbe erwartet Null-Wachstum fĂŒr 2021

Das Bauhauptgewerbe blickt verhalten optimistisch auf das Jahr 2021.

Zwar habe der Bau die Herausforderungen durch die Corona-Krise bisher vergleichsweise gut gemeistert. FĂŒr die Projekte des kommenden Jahres sehen der Hauptverband der Bauindustrie und der Zentralverband Deutsches Baugewerbe einen gleichbleibenden Umsatz. WĂ€hrend fĂŒr den Wohnungsbau eine eher positive Prognose abgegeben wurde, sehen die beiden VerbĂ€nde beim Blick auf die gewerblichen AuftrĂ€ge eher dĂŒster in die Zukunft.

„Die großen Branchen des Verarbeitenden Gewerbes erwarten fĂŒr das laufende Jahr einen UmsatzrĂŒckgang, der bis zu 15 % erreichen soll. Noch stĂ€rker betroffen sind viele Dienstleistungsbereiche, die auf direkten Kundenkontakt angewiesen sind. Ihre InvestitionsfĂ€higkeit und -bereitschaft hat einen starken DĂ€mpfer erlitten, der sich vermutlich vor allem im kommenden Jahr zeigen wird“, so ZDB-PrĂ€sident Quast. „Der Wirtschaftstiefbau, der sich auf die InvestitionstĂ€tigkeit der Ver- und Entsorgungsunternehmen, den Breitbandausbau sowie die Investitionen der DB AG stĂŒtzt, stabilisiert den Wirtschaftsbau."

FĂŒr die Umsatzentwicklung im öffentlichen Bau erwarten die VerbĂ€nde im laufenden Jahr noch ein ansehnliches Plus von nominal 3,0 %, das sich allerdings 2021 in ein Minus von 2,0 % umkehren wird. Das Umsatzvolumen in dieser Sparte wird im nĂ€chsten Jahr voraus- sichtlich 29,5 Mrd. Euro erreichen, wobei der öffentliche Hochbau besser durch die Krise kommen dĂŒrfte als der Tiefbau. „Wir appellieren an die öffentliche Hand, ihre Investitionen weiterhin mindestens beizubehalten und mehr in die Infrastruktur zu investieren. Denn wir befĂŒrchten aus leidvoller Erfahrung, dass Investitionen auf den PrĂŒfstand gestellt werden, wenn nach der Pandemie gespart werden muss“, so die Forderung von Peter HĂŒbner, PrĂ€sident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

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