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Fachkräftemangel? Es geht auch anders

Dem Fachkräftemangel ein Schnippchen geschlagen: Mit einer Reihe von Maßnahmen schaffte es die Firma Sanierungstechnik Dommel aus Hamm auf die Hitliste der beliebtesten Arbeitgeber in NRW. Ein Beitrag zu einem der drängendsten Themen der Branche, dem der RSV - jenseits der technischen Arbeitskreise - einen hohen Stellenwert einräumt.

Keine Frage: Das Problem sinkender Bewerberzahlen ist in der gesamten Baubranche spürbar. Im Sanierungsbereich wird es dadurch verstärkt, dass die Arbeit oftmals im Verborgenen stattfindet, so dass die Rohrsanierung als Berufsfeld ebenfalls als unbekanntes Terrain gilt. „Die Lage ist dramatisch", brachte es ein Arbeitgeber während der Mitgliederversammlung des RSV auf den Punkt.

Mit einem verstärkten Engagement im Bereich der beruflichen Ausbildung hat der Verband das Ziel gesetzt, gegenzusteuern. Kontakt zu Universitäten, anderen Verbänden und Institutionen sollen die Aktivitäten untermauern. Wertvoll können aber auch Erfahrungen aus der Praxis sein. Zahlreiche Mitgliedsunternehmen haben ihre eigenen Aktivitäten gestartet, um jenseits der klassischen Stellenanzeige an Nachwuchs zu kommen. Sie sehen jedoch unisono hohen Bedarf im Bereich der betrieblichen und universitären Ausbildung, die auf Verbandsebene angegangen werden muss.

Hochschule und Sanierungsunternehmen: Eine Win-Win-Situation

Als Vorbild in Sachen erfolgreichem Arbeitgeber-Marketings gilt das Unternehmen Sanierungstechnik Dommel aus Hamm, das unter anderem regelmäßig den Kontakt zu Universitäten und Fachhochschulen sucht und dort auf eine hohe Resonanz stößt. Eine Win-Win-Situation: Während (Fach-)Hochschulen Interesse an den Erkenntnissen aus der Praxis zeigen, kann sich das Unternehmen gegenüber Studierenden als potenzieller Arbeitgeber positionieren. „Ob mit oder ohne akademische Abschlüsse: Wir werden in Zukunft viele Fachleute brauchen, die sich auch um die Sanierung der Kanäle kümmern. Da hilft kein Gejammer, sondern zum Beispiel auch einmal der Besuch in der Schule vor Ort, um beim Thema Jobwahl als Referent über Zukunftstechnologien zu sprechen", sagt Benedikt Stentrup, Geschäftsführer der Sanierungstechnik Dommel GmbH. „Bei uns im Unternehmen haben wir hierzu in den vergangenen Jahren einiges verändert – zum Beispiel im Bereich Azubi-Marketing oder Mitarbeiterzufriedenheit und können nun erste Früchte in Form von vielen eingehenden Bewerbungen ernten."

Den Erfolg hat Stentrup schwarz auf weiß: Aktuell wurde Sanierungstechnik Dommel vom Institut „Great Place to Work®" zu den besten Arbeitgebern in Nordrhein-Westfalen gekürt und belegt liegt bei der Mitarbeiter-Zufriedenheit sogar im „Exzellenz-Bereich“: 88 Prozent der Mitarbeiter waren einer Befragung zufolge der Meinung: „Alles in allem ist das hier ein guter Arbeitsplatz“ – im NRW-Mittel sagt das nur jeder zweite Arbeitnehmer.

 Die Maßnahmen

Was ist das Erfolgsrezept? Ein Blick auf die Liste der Aktivitäten der Dommel Sanierungstechnik GmbH:

  • Bei Stellenanzeigen gehen die Sanierungsprofis mit der Zeit und sind auch in verschiedenen sozialen Netzwerken für junge Bewerber sichtbar
  • Ein Prämiensystem beteiligt die Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens
  • Ein moderner Fuhrpark und hohe Standards bei der Sicherheits-Ausrüstung sorgen für ein gutes Arbeitsgefühl
  • Führungskräfte sind immer ansprechbar und legen viel Wert auf Verbindlichkeit
  • Faire Vergütung und Nebenleistungen (z.B. Wasch- und Flickservice für Arbeitskleidung) gehen über den teilweise über den Bau-Tarifvertrag hinaus
  • Leistungen der Mitarbeiter wertschätzen und Raum für eigene Ideen lassen – unter diesem Motto agiert die Führung des Unternehmens.

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