Das war 2020 - Stimmen aus dem RSV

Das Jahr 2020 war ein besonderes Jahr. Wir haben unsere Mitglieder Anfang Dezember 2020 gebeten, auf folgende Fragen zu antworten:

  • Was hat Sie bewegt?
  • Was hat uns 2020 gelehrt?
  • Wie half die Mitgliedschaft im RSV?

Die Reaktion war überwältigend und zeigt, wie die Geschehnisse unsere Arbeit massiv beeinflusst haben. Ein kleiner Auszug aus den Antworten:

Was hat Sie bewegt?

Die große Ungewissheit beim ersten Lockdown, wie die von den Behörden getroffenen Maßnahmen unser Baustellengeschäft beeinflussen würden, bewegte uns sehr. Wir haben gemeinsam mit unseren Auftraggebern sehr gute Lösungen gefunden. - Aarsleff Rohrsanierung

"Das Jahr 2020 hat uns Flexibilität gelehrt. Wir mussten in sehr kurzer Zeit sehr viele Unternehmensprozesse beleuchten und an die neuen Rahmenbedingungen anpassen. 2020 war in vielen Bereichen Sand im Getriebe aber auch ein Motor/Turbo der Entwicklung zugleich."

"Trotz individuellen Ängsten, Unsicherheiten und nicht klarer Zukunftsaussichten weiter zusammen zu halten und beständig weiter an unseren Projekten zu arbeiten!"

"Die Angst vor einem Ausfall, wegen Corona, ist allgegenwärtig und bewegt die Geschäftsführung und alle Mitarbeiter auch weiterhin."

"Die Pandemie hat uns gezeigt, wie schnell alles anders sein kann, und für wie selbstverständlich wir unseren Wohlstand gewertet hatten. Prioritäten haben sich verschoben."

"Alle Bemühungen Präsenzlehre zu ermöglichen sind auch für das Wintersemester gescheitert. Das sind harte Einschnitte im Wirken der Hochschulen, deren Konsequenzen noch nicht absehbar sind."

Was uns bewegt hat: Der gute Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft unter den erschwerten Bedingungen, die Internationalisierung unseres Unternehmens. Trotz Corona hatten wir ein gutes Jahr. - Wilfried Oberkönig, I.S.T.

Was hat uns 2020 gelehrt?

Viele staatliche oder behördliche Institutionen der Infrastrukturverwaltung waren und sind nur unzureichend auf Krisen vorbereitet und reagieren nur sehr langsam auf gravierende Änderungen im Markt. Dies kann zu deutlichen wirtschaftlichen Verwerfungen...

"Es liegt noch viel Arbeit vor uns; die fachliche Qualität entsteht vor allem in den Köpfen der Mitarbeiter; die Corona-Pandemie hat uns nicht wesentlich eingeschränkt."

Nicht hilfreich war die Tendenz einer vermeintlichen Preisreduktion für Sanierungsleistungen durch die ausführenden Firmen. Fakt ist: Arbeiten unter Pandemiebedingungen macht den Aufwand und die Kosten nicht geringer. - Jörg Brunecker, Swietelsky-Faber...
Für 2021 gilt, Auftraggeber und Planer auf die gleichbleibende Leistungsfähigkeit der ausführenden Unternehmen in unserer Branche hinzuweisen. Ebenso ist eine erhöhte Präsenz zur Meinungsbildung auf den politischen Entscheidungsebenen notwendig.

"Wir verzeichnen in diesem Jahr aus der Not heraus erhebliche Einsparungen bei Messe-, Reise- und Werbeausgaben. Wir hinterfragen nun den tatsächlichen Nutzen solcher Kosten für die Zeit nach Corona. Vermutlich werden wir diesen Ausgaben in Zukunft dauerhaft etwas kritischer gegenüber stehen, einen gesunden Mittelweg suchen und nicht zum alten Ausgabenniveau vor Corona zurück kehren."

"Unser Tun wird sehr viel digitaler werden. Die digitalen Möglichkeiten werden unser Arbeiten ergänzen. Wir haben ein tolles Team mit großen Herzen und gehen als Team gestärkt aus der sehr besonderen Situation in die Zukunft."

Die Digitalisierung schreitet, befeuert durch Corona, mit großen Schritten voran. Die ohnehin, in kleinen Schritten, geplante Umstellung wurde nun in großen Schritten vollzogen. - Andreas Herrmann, Norand Schlauchlining

Wie half die Mitgliedschaft im RSV?

"Es sind neue gedankliche Ansätze für Lehr- und Forschungskooperationen entstanden, die wir im nächsten Jahr weiter ausbauen sollten."

"Die Verbandsarbeit wurde nicht nur unvermindert fortgeführt, Sie war aufgrund der Online-Angebote noch intensiver und vor allem noch effektiver."

"Die Infonachrichten haben uns oft geholfen. Da wir im Inhouse arbeiten, sind die Anforderungen anders als im Großrohr, so dass wir uns aus den Themen rausgehalten haben."

Die wöchentlichen/monatlichen digitalen Zusammenkünfte haben sehr geholfen die Branche zu verbinden um die Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Eine sehr positive Entwicklung. - Alexander Jung, ISAS

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