Ziele des RSV

Qualitätssicherung

Die jüngsten Ergebnisse europäischer Untersuchungen über die Grundwasserqualität und den Zustand der Luft in den Mitgliedsstaaten geben Anlass zur Sorge. Ein Großteil der Verunreinigung ist auf defekte oder undichte erdverlegte Ver- und Entsorgungsleitungen in den Bereichen Gas-, Trink- und Abwasser-Rohrleitungen zurückzuführen.

Entweichendes Gas und versickernde Abwässer stellen ein gewaltiges Risikopotential für die Umwelt dar. Ein gewichtiges Problem entsteht auch durch das Eindringen von Grundwasser in defekte Rohrleitungen.  Nicht nur einzelne marode Leitungen, sondern ganze Leitungsnetze geraten dabei zunehmend in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.

Die Zeiten, in denen all diese Schäden nur mittels einer Baugrube in der sogenannten „offenen Bauweise“ repariert wurden, sind vorbei. Im Bereich der unterirdischen „geschlossenen“ Rohrleitungssanierungsverfahren gibt es heute eine Vielzahl an Verfahren, die bei den unterschiedlichsten Schadensfällen zur Anwendung kommen. Den Verfahren ist gemeinsam, dass sie zumeist schneller und kostengünstiger als die „offene Bauweise“ sind. Zudem verursacht die „geschlossene Bauweise“ weniger Baulärm und Verkehrsbehinderung.

Innerhalb des steigenden Angebots an unterirdischen Sanierungsverfahren muss jedoch geprüft werden, ob die Leistung auch hält, was der Prospekt verspricht. Die Bewertung der Umweltverträglichkeit einzelner Werkstoffe und Verfahren der Rohrsanierung führt zur zusätzlichen Verunsicherung von Netzbetreibern.

Qualitätssicherung und die Förderung des Einsatzes von modernen und ausgereiften Sanierungsverfahren lautet das Gebot der Stunde. Mitte 1992 haben sich daher die führenden deutschen Unternehmen der Rohrleitungssanierung zusammengefunden und den Rohrleitungssanierungsverband (RSV) e.V. gegründet.

Die Mitgliedsfirmen beschäftigen sich seit Jahren mit der Sanierung von defekten Rohrleitungen. Dieses Know-how fließt in unsere gemeinsame Arbeit beim RSV ein. Durch unseren Zusammenschluss im RSV möchten wir gewährleisten, dass im Bereich der Rohrleitungssanierung Qualitätsstandards erarbeitet und unterstützt werden, die zu ökologisch und ökonomisch optimalen Sanierungsleistungen führen.

- Der Vorstand -

Was will der RSV?

Die Sanierung von Gas-, Trink-, und Abwasser-Rohrleitungen ist in der Vergangenheit von den meisten industriellen und kommunalen Rohrnetzbetreibern als letzte aller Möglichkeiten in Betracht gezogen worden. Mancher Anwender hat dabei mit unausgereiften Verfahren und nicht optimal ausgebildetem Personal schlechte Erfahrungen gemacht.

Wenn Verfahren, die nicht dem Stand der Technik entsprechen, eingesetzt werden, ist die gesamte Bauausführung betroffen. Die Förderung des Einsatzes von modernen Verfahren und technischen Innovationen ist daher einer der Schwerpunkte der RSV-Tätigkeit.

Nur über die hierdurch angestrebte Definition und Sicherung von Qualitätsstandards kann für die Auftraggeber jederzeit ein optimaler Mitteleinsatz gewahrt bleiben. Qualitätssicherung verstehen wir daher auch als langfristigen Schutz vorn Investitionen.

Die Mitgliedsfirmen machen durch ihre aktive Beteiligung im RSV deutlich, dass sie sich uneingeschränkt den definierten Qualitätsstandards unterwerfen – für jedes einzelne Verfahren und mit der dazugehörigen Eigen- und Fremdüberwachung.

Wir wissen aus Erfahrung, dass eine qualitativ hochwertige Sanierung einer Neuverlegung gleichwertig ist. Dies setzt jedoch voraus, dass für alle verwendeten Materialien und auf allen Ebenen der Sanierung Mindestanforderungen eingehalten werden. Netzbetreiber und Ingenieurbüros haben hier unterschiedliche Bewertungsmodelle entwickelt. Auch hier wird der RSV seinen Teil bei der Entwicklung einer allgemein anerkannten Richtlinie beisteuern.

Durch seine Tätigkeit wird der RSV somit auch einen Beitrag zum Ausgleich von Ökologie und Ökonomie und zum Erhalt der Ressourcen leisten.