RSV-Arbeitskreis: TIP-Verfahren

Renovierung von Abwasserleitungen und -kanälen mit Rohren aus thermoplastischen Kunststoffen durch Liningverfahren ohne Ringraum

Über den Arbeitskreis:

Beim TIP-Verfahren mit Rohren aus thermoplastischen Kunststoffen werden zur Renovierung von Abwasserkanälen und drucklos betriebenen Rohrleitungen vorgefertigte Einzelrohre oder Rohrstränge eingesetzt. Dabei verbleibt zwischen Altrohr und Neurohr lediglich ein Ringspalt, kein Ringraum.

Es werden zwei Verfahrensvarianten unterschieden:

Tight-In-Pipe Liningverfahren mit Einzelrohren
Dabei werden neue Einzelrohre durch Einziehen oder Einschieben in die Altrohrleitung eingebracht. Je nach Aufgabenstellung kann das Einzelrohrverfahren von Schacht zu Schacht, Schacht zu Baugrube sowie Baugrube zu Baugrube eingesetzt werden.

Tight-In-Pipe Liningverfahren mit Rohrstrang
Dabei wird ein neuer Rohrstrang durch Einziehen in die Altrohrleitung eingebracht. Je nach Aufgabenstellung kann das Rohrstrangverfahren von Schacht zu Baugrube oder Baugrube zu Baugrube eingesetzt werden.

Beiden Verfahrensvarianten haben die Gemeinsamkeit, dass auf diese Weise generell Altrohrleitungen der Entwässerung aus allen gängigen Werkstoffen renoviert werden können. Voraussetzung für den Einbau ist ein ausreichend freier Querschnitt der Altrohrleitung. Dabei wird das Lining-Rohr in die zu renovierende Haltung mit einem nur geringfügig kleineren Rohraußendurchmesser des Lining-Rohrs gegenüber dem Rohrinnendurchmesser des Altrohres eingezogen. Der nur minimal verbleibende Ringspalt muss nicht verfüllt werden. Die Verfahren sind auf Kreisquerschnitte beschränkt.