RSV-Arbeitskreis 1

Renovierung von drucklosen Abwasserkanälen und Rohrleitungen mit vor Ort härtendem Schlauchlining

In diesem Arbeitskreis wird das RSV-Merkblatt 1 bearbeitet. Das Merkblatt wurde im Februar 2000 als erstes RSV-Merkblatt veröffentlicht. Von Anfang an wurde die nationale bzw. europäische Normung berücksichtigt, ebenso wie das süddeutsche Anforderungsprofil "Schlauchrelining der Hamburger Stadtentwässerung". Unter Schlauchlining, auch „örtlich hergestellte und erhärtende Rohre" genannt, versteht man Produkte, die aus einem flexiblen Schlauch(träger) aus korrosionsbeständigen Synthese- und/oder Glasfasern bestehen, welche mit einer Reaktionsharzformmasse (UP, VE, EP o.ä.) getränkt sind. Der Einbau erfolgt vor Ort in mindestens eine durch zwei Schächte bzw. Leitungsöffnungen oder mehrere hiervon festgelegte Sanierungshaltung/en. Durch unterschiedliche Aushärteverfahren (z.B. durch Peroxyde oder Katalysatoren) erfolgt eine Reaktion zu einem statisch tragfähigen, biegeweichen Kunststoffrohr. Auch die Ausbildung eines nur sich selbst tragenden oder mit dem zu sanierenden Rohr verbundenen Korrosionsschutzrohr ist möglich. Für den Bereich von Anschlussleitungen wird auf das RSV-M 5 „ Reparatur von Entwässerungsleitungen und Kanälen durch Roboterverfahren und das RSV- M 7.1 „Renovierung von Anschlussleitungen mit vor Ort aushärtendem Schlauchlining“ sowie auf das RSV-M 7.2 „Hutprofiltechnik zur Einbindung von Anschlussleitungen – Reparatur / Renovierung“ in der jeweils aktuellen Fassung verwiesen. Zur Erfüllung der an einen renovierten Kanal gestellten baulichen und betrieblichen Anforderungen und zur Sicherstellung eines gleich bleibenden Qualitätsstandards bei der Verfahrensdurchführung, sind im vorliegenden Merkblatt Anforderungen, Gütesicherung und Prüfungen für das Schlauchliningverfahren in drucklosen Leitungen zusammengefasst, die dem Stand der Technik entsprechen.