Zustandsorientierte Spülstrategie für Trinkwassernetze

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Fachbericht Wasser / Abwasser ZfK März 2014 Dr. Andreas Korth

Einleitung
In den Leitungen eines Trinkwasserverteilungssystems bilden sich leicht mobilisierbare Ablagerungen, sofern die Fließgeschwindigkeit bei < 0,3 m/s liegt. Die Hauptquellen für die Ablagerungen stellen der Eintrag von Partikeln über das Trinkwasser sowie die Freisetzung von Korrosionsprodukten als Folge des Korrosionsprozesses in ungeschützten metallischen Rohrleitungen dar. Die in den Leitungen akkumulierbare Menge an losen Ablagerungen wird von der vorliegenden Fließgeschwindigkeit definiert, wobei mit Abnahme der Fließgeschwindigkeit eine exponentielle Zunahme des Ablagerungspotenzials gegeben ist. In den allermeisten Fällen ist Braunwasser auf die Mobilisierung von losen Ablagerungen zurückzuführen, zudem können durch lose Ablagerungen mikrobiologische Auffälligkeiten hervorgerufen sowie eine Vermehrung tierischer Organismen (Asseln) begünstigt werden.

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